lgibhardt/ Mai 16, 2019/

Am 26. September 1980, also in Vorbereitung der Saison 1980/1981 erfolgte die Namensgebung „Connewitzer Carneval Club“ (CCC). Erfreulicherweise waren zu diesem denkwürdigen Ereignis auch zahlreiche „Paten“ mit von der Partie, so etwa Ursula Schmitter von Leipziger Pfeffermühle und Jürgen Hart von den Academixern. Von Stunde an wurden unsere Programme anspruchsvoller, über den ganzen Abend ausgetragen und mit wachsender Publikumsresonanz an mehreren Tagen hintereinander durchgeführt. Jedes Jahr gab und gibt es bei uns ein völlig neues Programm mit einem neuen Titel. Typisch für alle Programme war und ist, dass – wenn einmal eine Idee geäußert wurde – alle Clubmitglieder an seiner Verwirklichung mitwirken können. Unser Stil besteht von Anbeginn an darin, mit unseren Figuren, Gags, Showtänzen und Spielen das Publikum über den ganzen Abend hindurch mit ins Programm einzubeziehen. Einige traditionelle Figuren haben sich im CCC bis heute behaupten können, so z.B. unser Traditionspaar, die „Mutter Mende“ und der „Hauptmann von Connewitz“. Beide Figuren entstammen der Historie der Stadt Leipzig. Die „Mutter Mende“ war eine bürgerliche Kaufmannsfrau, andere nicht bestätigte Quellen weisen sie aber auch als eine Bordellbetreiberin aus. Und der „Hauptmann von Connewitz“ hatte damals in etwa die Funktion eines Bürgermeisters, als Connewitz noch nicht zur Stadt Leipzig gehörte. Noch heute kann man seine steinerne Büste in der Prinz-Eugen-Straße 42 bewundern. Sein richtiger Name lautete übrigens Victor Platzmann und die Villa in der o.g. Straße blieb bis in die heutige Zeit noch lange in der Hand seiner Nachfahren. Die „Losliese“, welche wie einst Seiferts Oskar ihre große Nummer anpreist, oder unser „Pater Pacific“, welcher nach der Bierweihe und den karnevalistischen Eheschließungen seine „scheinheilige Zeremonie“ zelebriert. Leider sind im Laufe der Jahre aber auch einige Figuren der Zeit zum Opfer gefallen, so unser „Robinson“, „Eulenspiegel“ oder der „Henker von Connewitz“. Entsprechend der Thematik erfanden und erfinden wir jedoch immer neue Figuren, welche dem närrischen Volk geläufig gemacht werden.

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